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Ausstellungseröffnung: Keine Beständigkeit
Arbeiten von Adelheid Fuss und Johannes Weilandt
Adelheid Fuss
Die Bildhauerin und Grafikerin hat sich im Rahmen ihres Stipendiums mit der Frage nach der Verbindung von Geografie und Biografie sowie der Konstruktion von Identität beschäftigt. Entstanden sind portraithafte Darstellungen von Menschen, kombiniert mit landschaftlich anmutenden Elementen. In der Ausstellung werden auch Arbeiten zu sehen sein, die direkt vor und nach dem Aufenthalt in Salzwedel entstanden sind.
Adelheid Fuss wurde 1977 in Rumänien geboren und lebt seit 1987 in Deutschland. Sie studierte Bildhauerei an der Burg Giebichenstein in Halle/Saale und an der Hochschule der Bildenden Künste Athen. Seit ihrem Studienabschluss lebt und arbeitet sie in Potsdam.
2021 erhielt sie den Brandenburgischen Kunstpreis für Grafik. 2024 und 2025 folgten mehrere Stipendien für artist in residence Aufenthalte in Deutschland und der Schweiz. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Menschen, deren Beziehungen zueinander und zu unserer sich stets verändernden Welt.
Johannes Weilandt
Während seines Stipendienaufenthaltes im Künstler- und Stipendiatenhaus Salzwedel setzte sich der bildende Künstler Johannes Weilandt ausgehend von seinen zeichnerischen Studien eines Schädelpräparats aus den Meckelschen Sammlungen des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der MLU Halle-Wittenberg mit der sogenannten „Gallschen Schädellehre“ auseinander. Benannt nach dem deutschen Arzt Franz Joseph Gall (1758-1828) behauptete diese, anhand rein äußerlicher Merkmale die Veranlagung und den Charakter eines Menschen bestimmen zu können.
In der Ausstellung werden Zeichnungen zu sehen sein, die während des Stipendienaufenthalts aus einer kritischen künstlerischen Auseinandersetzung mit den verheerenden Folgen der inzwischen wissenschaftlich widerlegten Schädellehre hervorgegangen sind. Gerahmt werden die Zeichnungen von früheren Arbeiten, die sich bereits mit der Institutionalisierung des menschlichen Körpers in medizinhistorischen Sammlungen und damit verbundenen, repräsentationsethischen Fragestellungen auseinandersetzten.
Johannes Weilandt lebt und arbeitet in Berlin und Halle Saale. Er studierte Freie Kunst / Bühnen- und Kostümbild an der Weißensee Kunsthochschule Berlin und der Universität der Freien Künste Belgrad. 2022 erhielt er den Meisterschülertitel. Seinen Arbeiten gehen zumeist intensive Recherchen in medizinhistorischen Sammlungen und Archiven voraus.
