Logo Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Logo Museumsverband Sachsen-Anhalt

Finanzierung des Projekts
„Verdachtsmomente klären - vertiefende Provenienzforschung im Altmärkischen Museum Stendal und Danneil-Museum Salzwedel"

01.02.2021-15.05.2025

Das Projekt knüpft an die Erstchecks im Altmärkischen Museum Stendal und im Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel an. Damals, im Jahr 2017, wurde ein Bedarf an weiterführender Provenienzforschung zu NS-Raubgut festgestellt. Ziel dieses neuen Verbundprojektes ist die systematische Bestandsprüfung in beiden Museen im Hinblick auf Kulturgüter, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgten Menschen und Gemeinschaften unrechtmäßig entzogen wurden.

Die beiden zu untersuchenden Museen befinden sich in der Region Altmark, im Norden Sachsen-Anhalts, und weisen einige Überschneidungen der früheren Akteure dem Altmärkischen Geschichtsverein Salzwedel und dem Altmärkischen Museumsverein Stendal auf. Deren gemeinsame Auswertung bietet sich an. Vor allem durch den Sammler und Historiker Walter Neuling gibt es eine Verbindung zwischen den zwei Häusern. Neuling war bis 1945 Mitglied im Altmärkischen Museumsverein Stendal und von Juli 1948 bis Dezember 1955 Leiter des Danneil-Museums Salzwedel. In Salzwedel brachte er Objekte aus seiner vor 1945 angelegten Sammlung und seinen Kontakten aus der NS-Zeit in den Museumsbestand ein.

Die systematische Bestandsprüfung für die Zugänge 1933-1945 umfasst bestimmte Bestandsgruppen wie Judaica, Zugänge aus der Freimaurerloge, Zugänge aus dem Kunsthandel und von staatlichen Stellen. Insgesamt werden ca. 800 Objekte, rund 660 Objekte in Salzwedel und 140 Objekte in Stendal, untersucht. Um Verdachtsmomente zu klären, sollen außerdem die Institutionsgeschichten in beiden Häusern mit Fokus auf Akteure der Museen und ihrer Gründungsvereine weiter erforscht werden. Die tiefergehenden Recherchen werden auf Grundlage von bereits dokumentierten Provenienzmerkmalen und im Erstcheck noch nicht ausgewerteten Quellen unternommen. Für einige Objekte sollen Ansätze für gerechte und faire Lösungen zur Rückgabe vorbereitet werden.

Projektträger: Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.

Kooperationspartner: Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel, Altmärkisches Museum Hansestadt Stendal

 

 (c) Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.

 

Das Projekt wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.

www.kulturgutverluste.de

www.lostart.de

www.proveana.de

 

Sachsen-Anhalt-ESF

Personalstelle: „Bildung und Vermittlung in der Langobardenwerkstatt Zethlingen“

  1. Juli 2019 -  31. Dezember 2021

Projekt zur Bewältigung sozialer Folgen des demografischen und strukturellen Wandels nach Abschnitt 2 Teil D Nr. 2.2 Buchst. c der Richtlinie LEADER und CLLD

LSA_moderndenken
Das Projekt „Danneil 2020 - Erarbeitung eines Konzeptes für die barrierefreie und besucherorientierte Um- und Neugestaltung der Ausstellungs- und Funktionsbereiche des Johann-Friedrich-Danneil-Museums Salzwedel“ der Museen des Altmarkkreises Salzwedel wird durch das Land Sachsen-Anhalt nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von kulturellen und künstlerischen Projekten und kulturellen Institutionen (Kulturförderrichtlinie Sachsen-Anhalt) gefördert und ergänzend durch Eigenmittel des Altmarkkreises Salzwedel finanziert.

 

EFRE

Kulturinvestitionsprogramm Digitalisierung REACT-EU

„Regionales Kulturerbe digital erschließen, bewahren und vermitteln“

Gefördert wird ein modernes elektronisches Kassensystem und leistungsfähige Digitalisierungstechnik.

Logoleiste

Förderung der Langobardenwerkstatt Zethlingen, durch das "Soforthilfeprogramms Heimatmuseen 2022". Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2022“ des Deutschen Verbandes für Archäologie e. V. (DVA) wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Logos der Förderer

Zukunftskonzept Langobardenwerkstatt Zethlingen

Das Projekt "Zukunftskonzept Langobardenwerkstatt Zethlingen" wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt mit Mitteln aus dem Sondervermögen Corona – Digitalisierung von Museen, kulturellen Einrichtungen und Kulturgütern.